HSV zieht ins Pokalviertelfinale ein

Veröffentlicht am 17. April 2026 um 22:00

Es ist geschafft! Nach einer Niederlage und einem Unentschieden in den ersten beiden Meisterschaftsbegegnungen gelang den Hermsdorfer Altherren nun der erste Pflichtspielsieg in diesem Jahr. Im Pokalwettbewerb des Westlausitzer Fußballverbandes bezwangen die Grün-Weißen als Pokalverteidiger vor heimischer Kulisse die Spielgemeinschaft Königswartha/Milkel mit 4:2 (2:1) und zogen somit ins Viertelfinale ein.

Gleichzeitig beendeten die Kicker von der Diensdorfer Straße eine kleine Negativserie, denn in der Vergangenheit (2018, 2019 und 2023) traf man bereits dreimal im Pokal auf diesen Kontrahenten und musste jedes Mal die Segel streichen.

Es war eine unterhaltsame Begegnung in der Günter-Siegesmund-Arena mit einem sehr wechselnden Spielverlauf.

Vom Anpfiff weg übernahmen die Platzbesitzer die Spielkontrolle und drängten die Gäste stark in die Defensive. Nach mehreren erfolgs-versprechenden Torannährungen erzielte der starke Christian Weise den inzwischen hochverdienten Führungstreffer für die Hermsdorfer Farben, als er entschlossen nachsetzte und einen Abpraller vom Torwart in die Maschen drosch.

Weiter ging es nur in eine Richtung, doch keine fünf Minuten nach der Führung glichen die Gäste mit ihrem ersten (und einzigen in der ersten Halbzeit) ernstzunehmenden Angriff überraschend aus. Die Hausherren mussten sich kurz berappeln, waren aber schnell wieder in der Spur und berannten fortan das Tor der Gäste, doch ähnlich wie beim letzten Auftritt in Hoyerswerda wurde beim finalen Pass oder Abschluss häufig die falsche Entscheidung getroffen und manchmal der besser postierte Nebenmann übersehen.

So verpufften etwa ein halbes Dutzend aussichtsreicher Offensivaktionen, bevor erneut Christian Weise eine Unsicherheit des gegnerischen Torwarts erahnte, ihm den Ball im Strafraum clever abluchste und mit Übersicht querlegte zu Florian Sennhenn, der dann keine Mühe hatte, zum 2:1 zu vollenden.

Mit diesem Zwischenstand ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer weiter eine überlegene Hermsdorfer Mannschaft, auch wenn diese nicht mehr ganz so druckvoll agierte wie in der ersten Hälfte. Als Rico Kühne nach knapp einer Stunde das 3:1 für den HSV in einer für ihn typischen Art und Weise (hoher Ballgewinn, Hochgeschwindigkeits-Sololauf, Abschluss flach ins lange Eck) erzielte, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein, doch weit gefehlt, denn schon wenige Minuten später verkürzten die Gäste aus dem sprichwörtlichen Nichts auf 2:3 nach einem groben Abstimmungsfehler in der Hermsdorfer Hintermannschaft.

Dieser Treffer setzte Energie bei der Spielgemeinschaft aus Königswartha frei und plötzlich kippte das Spielgeschehen. Die Gäste witterten ihre Chance, die Partie endgültig zu drehen und die Hermsdorfer Defensive wackelte bedenklich.

Zweimal rettete die Latte für die Einheimischen und einmal bekam Torhüter Mirko Jeremias einen fulminanten Weitschuss so gerade noch übers Tor gelenkt. Die Partie stand auf des Messers Schneide, auch wenn die Hermsdorfer zum Ende der Begegnung wieder mehr Sicherheit in ihr Spiel bringen konnten.

In der 84. Spielminute holte Rico Kühne den Hammer raus: wie an der Schnur gezogen landete sein Geschoss aus gut 20 Metern im kurzen, linken Kreuzeck – Marke Tor des Monats! Danach ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen und machten den Viertelfinaleinzug nach einem harten Stück Arbeit perfekt.

Im Viertelfinale am 08. Mai 2026 treffen die Mannen um Kapitän Christian Israel mit dem SV Bischheim-Häslich auf einen alten Bekannten - der HSV genießt dabei erneut Heimrecht. Am kommenden Freitag, den 24. April 2026, geht es aber zunächst in der Meisterschaft weiter, wenn der DJK Blau-Weiß Wittichenau im Rahmen des vierten Spieltages an der Diensdorfer Straße gastiert.