Der Pokalverteidiger ist raus: die Altherren des Hermsdorfer SV mussten im diesjährigen Pokalwettbewerb des Westlausitzer Fußball-verbandes bereits im Viertelfinale die Segel streichen und kassierten eine herbe 2:5 (0:2)-Heimniederlage gegen den SV Bischheim-Häslich. Die Gäste gingen mit ihrem ersten Angriff bereits in der vierten Spielminute in Führung, als ein nicht sonderlich platzierter Flachschuss von der Strafraumkante durch viele Abwehrbeine
flutschte und den Weg wohl auch deshalb ins Tor fand, weil Torhüter Mirko Jeremias die Sicht auf das Spielgerät verdeckt warNur drei Minuten später bot sich Christian Weise nach einem missglückten Abstoß des Gäste-Schlussmanns die große Chance zum schnellen Ausgleich, doch allein vorm Torwart stehend versprang ihm der Ball unglücklich, so dass es beim 0:1 aus Hermsdorfer Sicht blieb.
In der Folge liefen die Hausherren gegen einen tief stehenden Gegner an und konnten sich einige verheißungsvolle Situationen herausspielen, doch der finale Pass wollte einfach nicht gelingen, auffallend oft war dieser zu schnell und ungenau gespielt. Dazu gesellten sich ungewohnt viele technische Fehler beim Spielaufbau und außerdem musste man stets auf der Hut sein vor den schnellen Kontergegenstößen der Gäste aus Bischheim.
Trotz größerer Spielanteile für die Platzbesitzer besaßen die Gäste die besseren Torchancen – zweimal rettete das Aluminium in der ersten Halbzeit für den HSV.
Nach einer halben Stunde Spielzeit erzielte der SV Bischheim-Häslich nach einem katastrophalen Hermsdorfer Fehlpass in der eigenen Spielhälfte das 2:0 mit einem Traumtor aus gut 20 Metern exakt in den Winkel – keine Chance für den Hermsdorfer Schlussmann.
Nach dem Seitenwechsel merkte man den Hermsdorfern den Willen an, dieses Spiel noch drehen zu wollen. Der ohnehin sehr tief stehende Kontrahent wurde nun stark in die Defensive gedrängt, doch immer wieder verhinderte ein Abwehrbein oder der überragende Bischheimer Torhüter mit mehreren Glanzparaden den Anschlusstreffer.
Diesen besorgte dann Kapitän Christian Israel mittels sicherer Verwandlung eines Handelfmeters. Nun wurde es doch noch einmal spannend und das 2:2 lag in der Luft, aber die Gäste nutzten Mitte der zweiten Halbzeit in der stärksten Hermsdorfer Dranghase eiskalt ihren ersten Konterangriff im zweiten Spielabschnitt und stellten den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.
Als Christian Israel kurz darauf tief in der eigenen Hälfte den Ball im Dribbling an die Gäste verlor und diese sich dafür mit dem 1:4 bedankten, war das Spiel praktisch gelaufen. Die Treffer zum 1:5 und 2:5 (Torschütze Dennis Laszlo) stellten lediglich Ergebniskosmetik dar.
Nach diesem verdienten Ausscheiden aus dem Pokalwettbewerb können sich die Hermsdorfer nun ganz auf die Meisterschaft konzentrieren. Das nächste Punktspiel bestreitet der HSV am Freitag, den 22. Mai 2026 beim aktuellen Tabellenführer LSV Bergen.