Am vorletzten Spieltag der ü35-Meisterschaft in der Westlausitzliga empfing der Tabellenvierte Hermsdorfer SV den punktgleichen Tabellendritten LSV Bergen zum Verfolgerduell in der Günter-Siegesmund-Arena an der Diensdorfer Straße. Mit vier Siegen in Folge hatten sich die Hermsdorfer in der Meisterschaft nach durchwachsenem Start wieder in die Spitzengruppe geschoben und konnten zwei Spieltage vor Schluss sogar noch von der Meisterschaft träumen.
Entsprechend motiviert gingen die Grün-Weißen in die Partie gegen den Tabellennachbarn, in der jedoch zunächst die Gäste aus dem kleinen Ort nördlich von Hoyerswerda mit nicht mal 300 Einwohner klar dominierten.
Sie ließen Ball und Gegner geschickt laufen, konnten aus ihrem optischen Übergewicht jedoch nur wenig unmittelbare Torgefahr entwickeln und so waren es die Platzbesitzer, die nach 17 Spielminuten die erste große Torgelegenheit des Spiels zu verzeichnen hatten.
Nach der Pause legten die Gäste los wie die Feuerwehr. Noch keine Minute war gespielt, als der für den angeschlagenen Mirko Jeremias ins Hermsdorfer Tor gewechselte Michael Stoll mit einer spektakulären-Parade das 0:2 verhinderte.
Doch auch die Einheimischen sorgten nach Wiederbeginn schnell für Torgefahr – bei einem abgefälschten Flachschuss von Ronny Rimkus musste auch der Bergener Schlussmann Robert Henning sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern.
Der fiel zwei Minuten später dennoch - und wie!!!
Ronny Rimkus sah, dass der Bergener Torhüter weit vor seinem Tor postiert war und lupfte den Ball aus ca. 25 m und aus vollem Lauf über den Schlussmann zum umjubelten Ausgleichstraffer in die Maschen – Traumtor mit hohem technischem Anspruch!
Kurz danach war wieder HSV-Schlussmann Michael Stoll an der Reihe. Mit einem unglaublichen Reflex in Handballtorwart-Manier bewahrte der Keeper den Platzbesitzern im großen Stil vor einem neuerlichen Rückstand.
Zwei Minuten nach dieser Rettungstat sahen die Zuschauer das zweite Hermsdorfer Traumtor, als Dennis Laszlo einen springenden Ball mit seinem eher schwächeren Fuß aus etwa 20 m volley nahm und ihn unter die Latte des Bergener Gehäuses nagelte – das Spiel war gedreht!
In dieser Phase hatten die Hermsdorfer klar Oberwasser und erzielten in der 62. Spielminute das 3:1 für ihre Farben. Daniel Kühne hatte mit einem feinen Pass auf Tobias Martin das Spiel geöffnet und Letzterer profitierte im Laufduell von einem Abstimmungsfehler in der Bergener Hintermannschaft, so dass er leichtes Spiel hatte, aus kurzer Entfernung den dritten Hermsdorfer Treffer zu erzielen.
Erst in der unmittelbaren Schlussphase bäumten sich die Gäste noch einmal auf und drängten auf den Anschlusstreffer, doch die Hermsdorfer Defensive ließ keine nennenswerten Chancen mehr zu, so dass es in dieser ansehnlichen und fairen Partie beim sicher nicht unverdienten 3:1-Heimsieg für die Hermsdorfer Altherren blieb.
Am letzten Spieltag nächsten Freitag, den 18.09.2026, kommt es für den HSV somit zu einem echten Endspiel um die Vizemeisterschaft gegen den DJK Sokol Ralbitz/Horka. Sollte der SV Laubusch zeitgleich sein letztes Punktspiel (gegen Bluno) verlieren, winkt dem Sieger sogar der Meisterschaftstitel.
Anstoß des Saisonfinalspiels in der Günter-Siegesmund-Arena am 18.09.2026 gegen Ralbitz/Horka ist um 19.00 Uhr.